Was wir für Sie tun können.

Wirtschaftsstrafrecht

Gunther Gram
Unternehmer und ihre Mitarbeiter müssen unternehmerische Entscheidungen treffen – der Bogen reicht von strategischen Entscheidungen über Kulanzentscheidungen bis hin zu Kredit- und Sanierungsentscheidungen. Diese Entscheidungen können nicht nur zivilrechtliche sondern auch strafrechtliche Konsequenzen haben; natürlich „ist man nachher immer gescheiter“. In wirtschaftsstrafrechtlicher Sicht ist jedoch maßgeblich, ob die Entscheidungen – ex ante (somit zum Zeitpunkt der Entscheidung) betrachtet - innerhalb des gegebenen Ermessenspielraums vernünftig getroffen worden sind und auf ausreichenden und angemessenen Informationen beruht haben (z.B. Alternativen, Erfolgsaussichten, Einholung qualifizierter Expertenmeinungen, keine sachfremden Einflüsse o.ä.). Diese Entscheidungsgrundlagen sind auch nachvollziehbar zu dokumentieren. In Anerkennung des unternehmerischen Ermessenspielraums hat mit dem Strafrechtsänderungsgesetz 2015, das seit 1.1.2016 in Kraft ist, auch in Österreich die Business Judgment Rule (BJR) Eingang in das österreichische Strafrecht gefunden. Die BJR bietet einen „Filter“ – werden ihre Voraussetzungen vollständig erfüllt, scheidet die Strafbarkeit aus („safe harbor“).

Wir helfen unseren Mandanten, die Grenzen für unternehmerische Ermessensentscheidungen (zwingendes Recht oder Kompetenzschranken) zu erkennen, um (strafrechtliche) Konsequenzen zu vermeiden. Denn tatsächlich darf redliches unternehmerisches Handeln keine Strafbarkeit auslösen.

Wir beraten unsere Mandanten präventiv – damit es gar nicht zur Einleitung eines Strafverfahrens kommt. In Ermittlungsverfahren ist es unser Ziel, die Einstellung zu erreichen, bevor überhaupt Anklage erhoben wird. Darüber hinaus setzen wir uns in gerichtlichen Strafverfahren als Verteidiger für unsere Mandanten ein. Aber auch die Durchsetzung privatrechtlicher Ansprüche unserer Mandanten in Strafverfahren gehört zu diesem Tätigkeitsschwerpunkt.
 
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